Gemeinwohl-Ökonomie

Was bedeutet Gemeinwohl-Ökonomie?

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) steht für ein Wirtschaften, das den Menschen und das gesellschaftliche Zusammenleben in den Mittelpunkt stellt. Neben wirtschaftlichem Erfolg geht es dabei auch um soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und einen fairen Umgang miteinander.

Die zentrale Frage lautet nicht nur: „Was erwirtschaften wir?“, sondern auch: „Wie wirtschaften wir?“
Zum Beispiel:

  • Wie gehen wir mit Mitarbeitenden, Teilnehmenden und Partner*innen um?
  • Welche Auswirkungen hat unser Handeln auf Umwelt und Gesellschaft?
  • Wie können wir soziale Teilhabe stärken und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen?


Die Gemeinwohl-Bilanz macht diese Aspekte sichtbar und hilft Organisationen dabei, ihre eigene Arbeit kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Warum sich die bequa für die Gemeinwohl-Bilanz entschieden hat

Viele Werte der Gemeinwohl-Ökonomie prägen die Arbeit der bequa bereits seit vielen Jahren. Als kommunale Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft unterstützen wir Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung, Arbeit und soziale Teilhabe. Dabei geht es nicht nur um Vermittlung, sondern auch um Stabilisierung, Perspektiven und die Möglichkeit, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Mit der Gemeinwohl-Bilanz möchten wir sichtbar machen, wofür die bequa steht und welche gesellschaftliche Verantwortung wir übernehmen. Gleichzeitig verstehen wir die Bilanzierung als Chance, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln und Verbesserungspotenziale systematisch in den Blick zu nehmen.

Deshalb hat sich die bequa im Jahr 2026 erstmals nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie bilanzieren lassen.

Ergebnisse unserer Gemeinwohl-Bilanz

Die Ergebnisse zeigen, dass Gemeinwohlorientierung in vielen Bereichen bereits fest in unserer täglichen Arbeit verankert ist. Besonders deutlich wird dies in unserem sozialen Auftrag, in der Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitenden sowie in unserem regionalen Engagement.

Wichtige Schwerpunkte sind für uns:

  • faire und verlässliche Arbeitsbedingungen
  • ein wertschätzender und respektvoller Umgang
  • Beteiligung von Mitarbeitenden
  • tariforientierte Bezahlung
  • nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handel
  • die Unterstützung von Menschen mit besonderem Förderbedarf

Besonders sichtbar wird dies in unseren Projekten und Angeboten für die Region.

Beispiele unserer gemeinwohlorientierten Arbeit

  • Angebote für Jugendliche, langzeitarbeitslose Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte
  • die KiTa „Purzelbaum“
  • der Stromspar-Check für Haushalte mit geringem Einkommen
  • das Bürger*innenportal „Fördekompass“

Auch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partner*innen, Kommunen, sozialen Einrichtungen und Fördermittelgebern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Eine Kurzfassung der Gemeinwohl-Bilanz sowie das offizielle Testat werden demnächst hier als PDF veröffentlicht.

Wie geht es weiter?

Die erste Gemeinwohl-Bilanz ist für uns kein Abschluss, sondern ein nächster Entwicklungsschritt. Die im Bilanzierungsprozess identifizierten Verbesserungspotenziale werden bereits intern weiter bearbeitet und gemeinsam mit Mitarbeitenden in konkrete Entwicklungsprozesse überführt.

Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Bilanzierung der Jahre 2025 und 2026.

Darüber hinaus baut die bequa ihr Netzwerk mit weiteren gemeinwohlorientierten Unternehmen und Organisationen aus der Region weiter aus. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, soziales, nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften in der Region langfristig zu stärken.